Dümmlerland


Dümmersee

Heute unternehme ich eine Tagestour zum rund 115 km entfernten Naturpark Dümmer. Wie immer beginnt meine Tour in Billerbeck und führt mich gegen 11:00 Uhr zunächst über die Dörfer im Münsterland aus Nordrhein Westfalen nach Niedersachsen.
Das Wetter beginnt vormittags noch sehr durchwachsen, dicke Wolken kündigen Regen an. Doch während meiner Fahrt, vorbei an den landwirtschaftlichen Unternehmen, setzt sich die Sonne immer mehr durch. Freie Fahrt auf fast ganz leeren Landstraßen die schmal und sehr kurvenreich sich durch die grüne Landschaft [/one_half_last][one_half]Mein erster Stopp ist im Ort Bramsche bei Jonny`s Pantry für eine Mittagspause. Der Imbiss liegt direkt an der K160. Hier gibt es Essen wie bei Mutter, ein Mittagstisch ab 4,- Euro. Auf der Tageskarte lese ich die Empfehlung Holzfällerteller, Schweinenackensteak mit Kräuterbutter, Bratkartoffeln und Krautsalat für 5,50 Euro.

Das Essen ist sogar besser als ich es erwartet hatte. Diesen Imbiss kann ich Bikern weiter empfehlen.

Weitere Infos zum Imbiss. www.jonnys-pantry.de

Mein Ziel ist der Dümmer See im Landkreis Diepholz. Der See liegt zwischen Moorgebieten und bietet mit seinen 13,5 km² eine ausgezeichnete Größe für den Wassersport. In Niedersachsen ist es der zweit größte Binnensee und ein Anziehungspunkt für viele Touristen. Die Landschaft rund um den See bietet ein gut verzweigtes Wegenetz auf denen der Fuß- und Radwanderer viel Natur sehen können.

Über Moor- und Naturlehrpfade können die 15 Hoch- und Niedermoore entdeckt werden. Einige Aussichtstürme bieten einen weiten Blick über das flache Land. Am späten Samstagnachmittag mache ich mich auf zu meine Rückfahrt durch fast Menschen leere Dörfer. In den kleinen Orten kehrt die Ruhe ein. Hier kann man sein Bike ruhig rollen lassen und muss nicht wie in grossen Städten ständig vor einer Ampel halten.

Je mehr Kilometer ich durch die ländlichen Idylle fahre, um so mehr setzt bei mir die Entspannung ein. Deshalb fahre ich auch nicht auf dem direkten Weg zurück nach Hause, sondern suche nach neuen mir unbekannten Orten um dort in kurzen Pausen zu verweilen.

In jedem Dorf, so scheint, es gibt es ein Heimathaus oder ein Museum in dem man traditionelles Handwerk sehen kann.

An Kreuzungen stehen unzählige Hinweisschilder für Cafès auf Bauernhöfen und Einkaufen direkt beim Landwirt. Und immer wieder sehe ich diese bunt bemalten Pferde, deren Bedeutung ich jedoch nicht herausfand.

Eigentlich wollte ich beim Motorradfahren nie ein Navi dabei haben und die Richtung anhand der Sonne festmachen. Doch dank der Navigation finde ich mich nun besser auf kleinen Nebenstraßen oder besser gesagt Wegen zurecht. Es geht also tiefer in das Land, abseits der großen Landstraßen. Denn Zeit ist das, was ich mir hier nehmen wollte….

Meine letzte Pause legte ich in Salzbergen am Bahnhof ein. Hier steht eine Denkmaldampflok mit der Typenbezeichnung 043 196-5. Sie ist die letzte außerdienstgestellte Damfplok der Deutschen Bundesbahn und steht hier bereits seit 1978. Erbaut wurde sie im zweiten Weltkrieg im Jahr 1942 von Krupp und sie fuhr Gütertransporte noch bis Okober 1977.
Weitere Infos zur Dampflok: www.salzbergen-touristik.de

Natur, Kultur und historische Industriegut kann man mit dem Bike auf wunderbare Weise kennen lernen und dabei dem Alltag etwas entgegensetzten.

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